Fußballbegeisterung

Mein Interesse für Fußball beschränkt sich zu Hause auf W-und EM.  Ich find’s ja selber schade, ich würde mich gerne dafür begeistern können, ich begeistere mich halt gerne. Genauso geht’s mir übrigens mit Rotwein, nur so am Rande.

Hier hat sich das jetzt etwas geändert, ich bin zwar noch recht weit von Begeisterung entfernt, aber mein Interesse wächst und das erstens, weil Itays Leidenschaft für sein Team Hapoel Tel Aviv ansteckend ist und weil die in der Champions League  (zwar keine Glanzleistung) aber ein paar sehenswerte Spiele  abgeliefert haben.

Erstmal: gegen Benefica am 24.11. Benefica schafft es 18 ecken nicht zu verwandeln. Dann: Hapoels erste Ecke: Tor! awsome!

Und dann dieses Tor: Ese Schar! Ese Schar!

Oh und man merke sich den Namen Vincent Enyeama

Und noch was noch viel großartiger:

Schlomi Arbitman spielt für Gent und ist very very wie sagt man, was passt? drollig?

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Chanukka חנוכה

Ich war immer überzeugt, dass Chanukka das jüdische Äquivalent zu Weihnachten ist. Ich nehme an, dass kommt daher, dass Chanukka in unsere Weihnachtszeit fällt. Mit einander zu tuen haben die beiden Feste natürlich nichts, das war mir schon klar, aber ich habe immer angenommen, dass für Juden Chanukka genauso eine große Sache ist wie für uns in christlichen Ländern lebende Menschen ob nun christlich oder nicht, Weihnachten. Was habe ich mir also vorgestellt? Ich dachte Chanukka wäre genauso festlich wie Weihnachten. Aber woraus beseht diese Festlichkeit an Weihnachten?

Kerzen: gibt’s natürlich auch an Chanukka, ist ja schließlich das Lichterfest, ok, aber ein bisschen mickrig diese Kerzen.

Plätzchen: gibt’s nicht, dafür gibt’s, denn was wäre ein jüdisches fest ohne ein besonderes Essen, Sufganiot Singular: Sufgania. Sehr exotisch, sehr besonders, jeder Israeli ist der Meinunng die Dinger wurde hier erfunden sind in Wirklichkeit aber nur: Berliner. Nun bin ich eigentlich kein Freund der Berliner-Füllung sprich Marmelade und dachte eigentlich auch nicht ich wäre konservativ eingestellt zu irgendwas. Bin ich anscheinend aber doch, nämlich zu Essen, ich finde nicht, dass man in einem Italienische Restaurant Pasta Klassiker verisraelisieren sollte und ich finde auch Israelische Flips doof und ich finde es auch nicht ok wenn man Berliner einfach mit Schokolade füllt oder mit bescheuerten Kreationen wie Marshmellow-Popcorn und ich bin schon gar nicht damit einverstanden wenn man mir meinen geliebten Puderzucker-Mantel stiehlt und mit einer Dulce-de-Leche-Glasur ersetzt. Kurz es gibt Dinge die darf man mit Essen generell und Berlinern im Speziellen nicht machen, nein nein und so wie so sind die auch nicht besonders weihnachtlich. Soviel zu den Plätzchen.

Lieder: Lieder gibst genügend, wie bei allen jüdischen Festen.

Deko: wenn man von der Chanukkia (Plural ist nehme ich an Chanukkiot), den neunarmigen Kerzenständern absieht und ein paar Kreiseln, mit denen man traditionell spielt, gibt es keine besondere Deko. Was noch was gehört noch zur Festlichkeit?

Schnee. Naja egal.

Also gibt’s eigentlich einiges, was essentiell ist für Weihnachten um feslich zu sein. Sollte man nicht erwarten, dass eine ähnliche Stimmung wie zu Weihnachten auch an Chanukka aufkommt? Sollte man finde ich jedenfalls. Nun ist es aber nunmal so, dass Chanukka nicht festlich ist, es gibt Kerzen, Doofeberliner und Lieder man trifft die Familie und Freunde (und wen auch immer man hat ja acht Tage), man zündet die Kerzen an, isst die Doofenberliner und singt Lieder, also alles da für Festlichkeit aber keine Festlichkeit.

Im Endeffekt kommt die Festlichkeit zu Weihnachten aber davon, dass wir uns einen Monat lang anfestlichekeiten und anfestlichkeitenlassen. Davon, dass wir im verschneiten Dunklen auf Weihnachtsmärkten Glühwein trinken und uns von Weihnachstmusik berieseln lassen, dass wir weihnachstdekorieren, dass wir uns bekerzenscheinen.

Der europäische Winter… und hier sollte eigentlich eine Abhandung über Dunkelheit und Depression und unser Bedürfnis dem durch die Schaffung von Idyll durch Kerzenschein und Gemütlichkeit (und Kekse) zu entfliehen folgen und als Beispiel sollten die Suizidraten ind den skandinavischen Ländern dienen, die im europäischen Vergleich und vor allem im langen dunklen Winter extrem hoch sein sollen, aber das ist wohl eine Urban Legend, denn wenn man das wikipediat zeigt sich, dass das keineswegs der Fall ist. Deshalb, nun ja deshalb folgt das halt nicht.

Weihnachten wird weihnachtlich -festlich nur dadurch, dass wir das quasi erzwingen, dadurch, dass in unseren Kulturkreisen diesm Fest soviel Bedeutung beigemessen wird und vielleicht auch Mangel an anderen großen Festen, der im Judentum und in Israel sicher nicht herrscht, (Ostern mal außer Acht gelassen), machen wir ein riesen Bohai um Weihnachten. Sicher spielen auch alle diese Weihnachtengeldmacherleute eine Rolle mit ihrem mehr mehr mehr, früher früher, gößer, bunter, höher, kerziger, adventlicher und sow weiter. Im Endeffekt haben wir und einen Monat voller Vorfreude geschaffen voller Erwartungen… ihr wisst wie ich dazu stehe. Ich mag Advent, während ich Weihnachten an sich für überbewertet halte.

Ok jetzt brauche ich noch eine Schlussfolgerung oder rgendwie sowas, was rechtfertigt, dass ich das hier überhaupt schreibe. Der Wahre Grunde: ich wollte euch ein paar Bilder präsentieren, und anmerken, dass Chanukka nicht das jüdische Weihnachten ist. Enttäuscht war ich nicht, wie gesagt, ich mag Advent, und den habe ich hier eh nicht erwartet.

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Bernstein Cohen 7 TLV – ein Make-over

Die Wohung davor (mit Audiokommentar von mir höchstpersönlich):

UUUUUnnnnddddd nuuuuun…..’trommelwirbel’

präsentiere ich: meine Wohung…danach

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Werbeshooting in Harduf 5 und “ich hab die Haare schön

Itays Haus wurde heute zum Drehort für einen Werbespot. Das Thema war irgendwas mit Krebs und ungesundem Lebenswandel. Es wird sich im Endeffekt um ein 30-sekündiges Filmchen handeln und es ist unglaublich zu sehen, was für ein Aufwand betrieben werden muss um das in den Kasten zu bringen. Vor sechs Uhr morgens heute versammelte sich eine Mannschaft von ca. 30 Leuten im Ronschen Familiensitz und mit sich brachte sie schier unglaubliche Mengen an Equipment. Der Sinn und Verwendungszweck des Großteils der Sachen, die überall herum standen und lagen, ist mir schleierhaft geblieben, und warum von den 30 Leuten immer mehr als die Hälfte sich um den Tisch mit Süßigkeiten, Kaffee und Getränken scharten, ohne den Anschein zu machen zurück zu irgendeiner sinnvollen Beschäftigung zu müssen, auch.  Einer der Untätigen war der Stylist, der den Schauspielern eigentlich zwischendurch nur mal ein bisschen Puder-Augenringe oder braune Zähne verpassen und einmal durch die Haare gehen musste und sonst gelangweilt herum saß und Knäckebrot kaute. Nun befanden sich meine Haare, nachdem sie seit eineinhalb Jahren keine Schere (außer meiner eigenen) gesehen hatten, in einer ähnlich langweiligen und sehr viel schlechteren Verfassung. Und da ich hier schon seit längerem erfolglos, weil ich nicht bereit bin 40 Euro zu bezahlen, nach einem Frisör gesucht habe, kam Itays Mutter auf die hervorragende Idee den Herrn Stylisten mit dem Schnitt meiner Haare zu beauftragen und den Salonpreis von 70 Euro um 50 Euro zu drücken mit dem Verweis auf seine Langeweile und Untätigkeit.

Wir haben uns also ins, zum Styling- und Ankleidezimmer umfunktionierte, Basement begeben und meine Haare um ihre maroden Spitzen erleichtert; und da ihm wohl wirklich fad war, hat der Herr Stylist mir dann noch eine feine Föhnwelle oder wie man das nennt verpasst, sodass ich am Ende das erste mal in meinem Leben eine tatsächliche Frisur hatte. Zudem, zufrieden war ich schon sehr, stellte sich heraus, dass der Salonpreis von 70 Euro damit gerechtfertigt wird, dass der feine Herr normalerweise an den Haaren von Bar Refaeli und anderen israelischen Top-Models rumschnippelt. So ist das…. ist das nicht fein?

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Let’s call it Streetart #2

Ich war gestern auf der, zu meinem “History of TLV” gehörigen,  Walkingtour durch die Stadt. Es war sehr interessant und allen, die mich besuchen kommen, kann ich jetzt sicherlich eine informativere Führung geben als ich das vorher gekonnt hätte. Ein Großteil der Tour beschäftigte sich mit dem Thema Architektur speziell Bauhaus- und EclecticStyle (mehr dazu ein anderes mal). Unser Dozent (übrigens ehemaliger Frankfurter) scheint aber von der Tel Aviver Streetart genauso eingenommen zu sein wie ich und hat zwischen durch immer wieder auf sehenswerte Graffiti und ähnliches hingewiesen und ein paar Worte dazu gesagt. Man beachte die Jack Daniels Flasche im Bauhausstil, gut finde ich auch “please in the search for the meaning of life” mit Telefonnummerabreißkärtchen. Aber die kleinen orangen Männchen, die sich an den verschiedensten Wänden zu amüsieren scheinen, sind mein Favorit, wenn auch zum Beispiel das Nashorn schon eher ein richtiges Kunstwerk ist als nur profane Graffiti.

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Anabel G. wrote on facebook user X’s wall

Dear facebook user X
I hate to break it to you but your life doesn’t become less insignificant if you share every little detail of it with you 800 friends facebook.
just think about the name for a second, why is it called facebook? well i dont know the real reason, the idea this genius Zuckerberg had in mind when he chose the name but it defenitly represents the superficiality of the thing itself.
Are all of the people that are listed under friernds on your profile really friends of yours? Or is the bigger part of them rather just faces to you? What do you really know about them how many words did you really ever change with them? aren’t they merely just a number on your profile that is supposed to show how popular you are.

I liked it. I still do, kind of. What I don’t like is all the show-off. Look how much fun I had last night, look how many friends I have, look what great trips I am doing, how cool my job is, how cool I am, how pretty, how popular, how funny, how deep how…. look everybody this is me! I show you myself, like me like me! As I was saying if you post what you had for dinner it doesn’t make it more tasty just because now hundreds of people know it. It doesn’t make last nights party more fun, it doesn’t really make people like you better if they know what was the favorit comicfiguere in your childhood when you put it as your profilepicture. As for that, joining those trends doesn’t make you part of a group. It just doesn’t! There is no group. People who change their profile picture on facebook to spiderman don’t go out wearing a spiderman mask meeting all their facebookfriends wearing other comicfigueresmasks celebrating a big party. Its just on facebook it’s non existend. And then please facebook user Y why do you get so mad about this? Why do you care if all of a sudden a lot of your friends are comicfigueres? What do you care? Ok it’s silly but it’s as silly as that to go on and on and on about it in your status. It’s not real! I would understand if the spiderman party would really happen und you were upset because you don’t want to dress up still want to go to a party. But there is no party damn it! So why to be upset?
“facebook user X is feeling sad!” why would you write something like this, to get comfort from your facebook friends? does, twenty people writing “what’s going on tell me honey” on your wall really make you feel better? Wouldn’t just calling or meeting one friend i the real world do the job?
But you know what- what would I do without facebook? What would I do when there was no more wondering on what the hell people put on their status? Getting upset about it is kind of entertaining I have to say, it is amusing so stroll through peoples lifes on facebook. Probably i would get awfully bored on the internet whithout facebook. So dear facebook user X and also Y please go on doing what your doing, using facebook the way you do and thank you for the show!

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Kontroverse

Ich gebe euch ein bisschen Vorabinformation über Dennis Prager, den Herrn, der hier versucht, den Nahost Konflikt zu erklären. Nur damit klar wird, woher das kommt, welchen Standpunkt er vertritt.

Ich zitiere also Wikipedia :Dennis Prager (* 2. August 1948 in New York City) ist ein US-amerikanischer Radiotalkmaster, Journalist, Autor, Ethiker und Redner. Er ist bekannt für seine konservativen politischen Ansichten, die mitunter religiös begründet sind, und für seine Kritik an der Säkularisierung des zwanzigsten Jahrhunderts.

Er wuchs als orthodoxer Jude auf und graduierte 1970. 1969 verbrachte er ein Jahr an der Universität von Leeds in England. Nach seinem Russischstudium reiste er in die Sowjetunion, um Judaica zu retten, und traf dort jüdische Dissidenten. Nach seiner Rückkehr starte er seine Karriere als Redner mit Vorträgen über die Juden in der Sowjetunion. 1972 brach er sein Studium ab und schrieb stattdessen eine Einführung in den Judaismus („The Nine Questions People Ask About Judaism“). Dieses Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Seit 1982 ist er als Radiomoderator tätig.”

Der gute Herr sagt also: The middle east conflict “is probably the easiest conflict in the world to describe” und macht sich dann daran, das zu tun ” in a nutshell” natürlich nur.

Sehr populistisch, einseitig das Ganze, Israelis lieben das sicherlich, würden wir auch, wären wir die. Das ist ein bisschen so wie die Deutschen auf die Versailleverträge reagiert haben. Nur andersrum irgendwie. Wie auch immer: man sieht sich selber halt immer im Recht, nicht wahr.

Richtig absurt wirds dann, wenn das Ufo kommt und der Teil mit dem “there would be peace the next wednesday” und dem Feuerwerk hat mich auch zum Lachen gebracht.

Warum poste ich das also? Weils mir irgendwie gefällt, hört sich so einfach an, fein einfach, böse Araber, liebe arme Israelis…

Außerdem stimmen ein paar Sachen schon. Zum Beispiel das mit “why didn’t anybody talk about a Palestinian State while the Palestinians lived under Jordanien rule”  und “there has never been [...] a state in that area [...] that was not jewish”

Um das jetzt nochmal deutlich zu machen, ich distanziere mich von den Aussagen, die Herr Prager hier macht. Ich sage nicht, dass ich ihm widerspreche, denn ganz bestimmt meine ich, wenn ich sage ich distanziere mich, damit nicht, dass ich nicht vollkommen einer Meinung mit Herrn Prager bin, wenn er Israel das Recht zuspricht, Israel zu sein dort, wo es ist. Aber ganz so einfach wie er es dastellt ist es nunmal doch nicht.

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Flohmarkttag

wir haben einen von Itays wirklich raren freien Tagen genutzt und sind nach Jafo gefahren um erstens zu schauen ob wir ein paar Sachen für mein Appartement finden und zweitens mir eine Hebräischlektion in Sachen handeln zu verpassen. Ersteres hat ganz gut geklappt, Itay trägt unsere Beute, eine Minikommode fürs Badezimmerchen, mit sich herum. Letzteres hat zu kleinen Reibereien geführt, weil Herr Ron sich stoisch geweigert hat mir die einfachste Version der möglichen Sätze beizubringen und dann nicht mal bei einer Alternative geblieben ist, sodass ich nachher Wortsalat im Kopf hatte und kurz davor war, aus Itays Kopf Salat zu machen. Frieden stiftend ist dann aber das hervorragende Schränkchen dazwischen gekommen plus einer sehr feinen uralten Sonnenbrille.

Der Flohmarkt ist wirklich schön, so richtig flohmarktig ist er allerdings nicht, außer in einem kleinen Teil. Die meisten Stände sind kleine Läden, die Trödel verkaufen, aber auch Antiquitäten, Vintagekleidung, schön wieder hergerichtete Möbel, Lampen… Alles mögliche und das jeden Tag. Die Ladenbesitzer sind, nehme ich an, immer noch die gleichen wie schon immer, auf der Straße sitzend, rauchend, türkischen Kaffee schlürfend und Schesch-Besche (Backgammon) spielend, drumherum hat sich aber irgendwie so ‘ne Bohemian Szene entwickelt, sodass sich inzwischen ‘ne Menge Cafés, Restaurants und Bars da angesiedelt haben und viele Leute, so wie wir auch, nur dorthin gehen um ein bisschen zu bummeln, sehen und gesehen werden, ein Käffchen trinken, ein bisschen schnacken und sich etwas alternativ fühlen…

Und da wir ja nun mal schon in Jafo waren, mussten wir natürlich auch noch das bester Lamm Schawarma Tel Avivs sicherlich, wenn nicht ganz Israels, mitnehmen. Itay hat sich also 20 Minuten angestellt, während ich das Komödchen bewacht habe und ‘ne Menge Verkehr und hungrige Muslime beobachtet habe (ich betone das, weil nun ja Jafo im sehr sehr jüdischen Tel Aviv ein bisschen ‘ne Ausnahme darstellt. Hier leben Muslime und Juden friedlich nebeneinander, so sieht es jedenfalls aus). Die Warterei hat sich gelohnt und die köstliche Beute haben wir am Strand mit Blick aufs Meer und die Altstadt von Jafo verspeist, während um uns herum merkwürdige Leute merkwürdige Photos von einander machten.

Ob unseres desaströsen ersten Versuchs mit  Hebrewlesson  sind wir das Ganze nochmal systematischer in einem Parkcafé nahe meiner Wohnung angegangen. Den Rest des Abends habe ich dann damit verbracht mein neu erworbenes Wissen über die Konfiguration des hebräischen Alphabets auf Itays Handyadressliste und diverse Speisekarten anzuwenden. Ich muss sagen Vokale sind was tolles, wenn es sie nicht gibt vermisst man sie. But u know I’m getting there….

Uuund daaaann das Highlight des Tages: das Freundschaftsspiel Israel gegen Island, Tickets für 10 Shekel, 2 Euro, zwei Gruppen Amateurfussballspieler auf dem Platz, zwei Gruppen Amateurfans auf den Rängen, die mehr gegeneinander gegröhlt und gesungen haben (weil die Fangruppen der beiden Tel Avivischen Vereine Hapoel und Makkabi) als ihr Team anzufeuern, fünf Tore, drei für Israel, zwei für Island, in der Reihenfolge, eine Menge Sonnenblumenkerne und eine Gruppe Isrealis sprich Itay +Freunde, die sich 90 Minuten über ihr Team lustig machten und es beschimpften.  Lustig.

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let’s call it streetart

eine kleine Zusammenstellung der Tel Avivischen Wandmalerei, man mag es nennen wie man möchte, ich werde mal ein bisschen sammeln, manche Sachen sind wirklich schön, hier sieht man jedenfalls schonmal die ganze Breite des nun ja Könnens, der Ästhetik

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Tagesauflug

ich habe heute eine kleine Tel Aviv Tour mit dem Fahrrad gemacht, nachdem ich verschlafen habe, dann in die Uni gehetzt bin, um festzustellen, dass mein Kurs nicht stattfindet. Also bin ich wieder heim gefahren, habe mir auf dem Weg meine erste Jerusalem Post gekauft, nach zweimonatigem Nachrichtenkonsum im Internet ein gutes Gefühl etwas Gedrucktes in der Hand zu haben, und mich mit einem hervorragend leckeren Kaffee vor die Tür gesetzt. Dann habe ich mich an den Genuss des geschriebenen Wortes gemacht und feststellen müssen, dass es mir um einiges leichter fällt medizinische Texte oder Artikel auf englisch zu lesen als Zeitungsartikel. Also daraus folgt: ich werde ab jetzt mehr englische Zeitung lesen und meinen Wortschatz erweitern müssen.

Dann habe ich mich, nachdem ich gestern in meiner Tel Aviv Vorlesung so einiges über Viertel in Tel Aviv erfahren habe, daran gemacht diese zu erkunden. Angefangen mit dem kleinsten Kreisverkehr der Welt über den Eierladen, dessen Besitzer mich zum Kaffee eingeladen hat nächstes mal,  vorbei an ‘ner Menge Graffiti, Katzen, Strumpfhosenläden und einem merkwürdigen Parkplatzkanalding mitten durch die Stadt bis zu einem Punkt, wo ich dachte, jetzt wäre ich im kriminellen Teil Tel Avivs (Ajami- siehe film) gelandet. War ich aber nicht, war bloß nicht so schön, bin ich halt umgekehrt und habe auf dem Rückweg einen Abstecher über den Markt gemacht und mir einen Maiskolben zum Mittagessen und ein Stück Fleisch für morgen gekauft.
Kaum widerstehen konnte ich dem Kauf von Pansen, oder irgendeinem andern Gedärm. Das sieht aus wie Teppich oder wie Frotteehandtücher, würde ich gerne mal anfassen. Was ich damit nach dem Kauf aber machen soll weiß ich nicht, außer Itay verstören vielleicht, habe also widerstanden.

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