Archiv der Kategorie 'alles…'

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Tag 9 - Jodhpur

Meherangarh ein Name wie aus einer Geschichte ueber ein weit entferntes geheimnisvolles Land, ein Land voller Mythen. Ein Name wie aus einem Traum wie aus 1001 Nacht.
Meherangarh erbaut von den Maharajas der Rajputen um von hier aus ihr Reich, das “Land des Todes” Marwar zu regieren. Der Stoff aus dem Maerchen gemacht sind.
Von Kipling als “the work of angels and giants” beschreiben, inspirierte es Aldous Huxley zu sagen “…from the bastions of the Jodhpur Fort one hears as the gods must hear from Olympus, the gods to whom each separate word uttered in the innumerably peopled world below, comes up distinct and individual to be recorded in the books of omniscience”
Monumental!

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rangun to bangkok

unseren vorletzten tag in rangun haben wir damit verbracht nochmal ein bisschen ueber die maerkte zu wandern nur um wieder bestaetigt zu bekommen, dass das eigentlich coolste was man kaufen kann ein haenkelmaennchen ist. abends haben wir uns dann einem 6 dollar abschieds besuch in der schwedagon pagode gegoennt und wieder festgestellt wie toll dieses goldene ding ist.
gestern morgen haben wir dann eigentlich nur geros zeug zuende gepackt und sind abenteuerlustig wie wir sind auf zur trainststation gewandert, um mit dem zug in die naehr des flughafens zu fahren und dann ein taxi zu nehmen… so war der plan… und obwohl das wahrscheinlich vor uns noch niemand je ge,acht hat und wie die ganze zeit im zug nicht den leisesten schimmer hatten wo wir sind und uns natuerlich auch keiner verstanden hat sind wir tatsaechlich durch zufall an der station die den flughafen am naechsten war ausgestiegen… in einem kleinen dorf ohne alsphaltierte strassen und ohne taxen. ja wo ist denn der flughafen? da die richtung. und wie weit ist das? 30 minuten laufen ca. aehh hmm hier ihr habt doch hier mopeds koennt ihr uns nicht dahin fahren? ok alles klar ich leih mir noch grad ein t-shirt…
als ich die geschichte nachmittags einem burmesen den ich getroffen hab erzaehlte hat er mir einfach nicht geglaubt das das funktioniert hat.
nachdem gero dann weg war bin ich mit dem pickup wieder in die stadt gefahren wurde von besagtem burmesen angesproch, wie immer mit “where are u from” “germany” “oh wirklich ich lerne grade deutsch” ” nein! waeum denn blos?”
wir haben dann einen kaffe zusammen getrunken und er hat mir von seiner deutschen freundin erzaehlt, die in muelheim wohnt und sozialarbeiterin ist… naja jedenfalls kommt er im winter nach deutschland… um zu bleiben.
dann war ich it ari und isa essen und dann im kino. natuerlich wieder voellig unterkuehlt, aber zum glueck hatte ich mir grade einen longhiy gekauft. der film war gut aber vorallem war das kino total cool, wie frueher bei uns oder heute grosse thater.
naja am naechsten morgen gings dannzurueck ins wie ich jetzt finde, sehr unpersoenliche bangkok. keiner laechelt einen mehr an, keiner gruesst, fragt wo man her kommt. man wuerde die eh nicht verstehen, weil die thais einfach kein englisch sprechen koennen.
ich hab auch nicht grossarting was gemacht. versucht schuhe zu kaufen, hat nicht geklappt, muss ich wohl die naechsten trekking touren danach ausrichten ob sie mit flip flops oder barfuss machbar sind ausrichten. ist eh mehr mein ding.
abends war ich nochmal auf dem nachtmark am lumpini park wo kleine desingner ihre sachen verkaufen, im laden sitztend und naehend oder tv guckend. ziemlich anstrengend so viel schoenes zeug zu sehen, was einem nie passen wird weil es immer nur eine groess gibt und die sehr sehr asiatisch ist. habe dann aber doch in kleid gekauft und vorher noch 2 second hand taschen… sehr sehr schoene taschen. hier im hostel habe ich erstamal mein buch zu ende gelesen (ich hasse es wenn buecher zu ende sind) und ein bisschen an meinem trip rumgeplant und dann mit drei deutsche maedels gequatscht und karten gespielt. die waren ganz nett aber etwas hmmm begrenzt (miama wo ist das im norden von thailand? is ds ne stadt? hmm nee burma hab ich auch noch nier gehoert. und du schickst deine wahlunterlagen jetzt fuer 20 euro nach hause? ist doch nicht so wichtig ich hab vor dem urlaub auch vergessen die zu beantragen..) naja…
heute habe ich mir einen laos reisefuehrer besorgt, das hat so ziemlich mit ausschlafen hin und her fahren was essen ein bisschen gucken was trinken etc. den ganzen tga eingenommen
morgen frueh geht dann nach ayutaya und dann weiter hoch

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Nyaungshwe - Inle Lake

so wir sind wieder in Rangun in unserem ersten Hostel, wie alle anderen auch, man trifft sich wirklich immer wieder…
die busfahrt hier runter war wie immer kuerzer als angekuendigt, heute mal 3 stunden, sodass wir um halb 5 auf dem busbahnhof standen und jann bis grade draussen vor dem hostel sassen, zugeguckt haben wie es langsam hell wurde, gelesen haben und gewartet, dass die moenche sich ihren reis abholen….
inle war kurz aber ganz nett. einen tag boots tour: durch diese im see gebauten doerfer gefahren, einen markt besucht auf dem man mal wieder angebettelt wurde was zu kaufen, hatten wir aber alles schon und dann den grossteil dieser besuche in irgendwelchen werkstaetten mit showroom wo man dann was kaufen soll ausgelassen.
wir sind dann schon einen tag frueher nach rangu zurueck gefahren, weil wir sonst erst morgen frueh angekommen waere und, wer weiss was passiert, das dann haette knapp werden koennen mit geros flug.
geros flug…naja was solls, waere schoen, wenn er nochwas bleiben wuerde, 2 wochen sind ziemlich kurz, aber ich freu mich auch auf die naechsten 4 wochen auch, wenn ich ein wenig aufgeregt bin.
heute abend goennen wir uns nochmal einen 6 dollar besuch in der schwedagon der perfekte abschluss fuer einen myanmar besuch und versuchen morgen frueh dann mit dem zug zum flughafen zu fahren.

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3 tage wandern warum nur

das war die ueber allem schwebende frage waehrend drei tagen die wir durch den matsch galatscht sind.
war im endeffekt doch ganz gut, wenn man es als sport betrachtet im laufschritt hinter unserem koch herzurennen und jede strecke etwa 1 stunde schneller zu schaffen. am lustigsten war, dass wir ari und isa, die beiden maedels die uns bzw die wir seit yangon verfolgen am 2. tag morgends getroffen und mitdenen weitergewandert sind. unser guide robin (mama und papa er sagt er koenne sich an seine gruppen nie erinnern) war super und auch unser koch den ich heute erstmal mit meinen wanderschuhen beglueckt habe weil ich mich weigere die je wieder anzuziehen… ich haette die strecke auf hohen schuhe laufen koennen, meinen fuessen waere es nicht schlechter gegangen…blasen UNTER den fuessen.
so jetzt sind wir jedenfalls hier in einem netten kleinen ort sehr angenehm mal was auf touris ausgerichtetes zu haben.
am donnersta fliege ich nach bangkok…ganz alleine und ohne wirklichen plan fuer die naechsten wochen, aber das ist alles nur eine einstellungssache und ich werde die richtige noch finden.
um schonmal ein ganz kurzes fazit zu ziehen: myanmar ist ein ganz ganz tolles land vor allem auch zum reisen. ich wuerde jedem empfehlen hier her zu kommen die leute sehnen sich nach touristen und brauchen sie auch damit sich das land oeffnet. und an alle die mir vorher gesagt haben pass bolss auf dich auch das ist sicher gefaehrlich so sicher hab ich mich noch nie gefuehlt….

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Kalaw

wir sind heute morgen zeitsparend mit dem flugzeug aus bagan hier in kuehlerem wetter angekommen. haben eine 3 tages trekkingtour “gebucht” und waren dann auf dem markt ein paar souvenier verkaeufer gluecklich machen…alle die es gab. finanziell wird mich mein mitleid oder was das ist, was einen ueberkommt wenn die leute zu einem sagn “buy something from me, makes me really happy. i didn’t sell anything….”, irgendwann noch ruinieren…
und da diese stadt nicht so viel an sehenswuerigkeiten hergibt und man ja jeden tag ein kleines highlight braucht haben wir dann auch das bethelnuss kauen, was auf unserer “liste” stand, was wir aber bislang vor uns her geschoben haben , heute mal in angriff genommen. 1 gruenes blatt, ein bisschen kalt ein puelverschen hiervon ein puelverschen davon, ne halbe betelnuss und obendrauf noch was fuer den gschmack, zusammenfalten, in den mund stecken kauen und roten saft ausspucken, der sich urploetzlich in denem mund massenhaft sammelt… bei uns war es eher: in den mund stecken wuergen, kuenb, wuergen, lachen, wueregn, kaugen, wuergen… ich glaube ihr habts verstanden. hinter bethelnuss kauen ist jetzt jedenfalls in haekchen mehr positives kann ich dem nicht abgewinnen.
morgen gehts dann wie gesagt 3 tage wandern, mit ziel inle lake. mehr von dort…

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bagan

ein weiterer telegramm eintrag aber es scheint ja sowieso niemanden zu interessieren was ich schreibe, ich hab eh keine lust, das internt geht mir sooo auf die nerven…
die eute sind nach wie vor ganz super toll wirklich unheimlich und ich meine unheimlich nett.
unheimlich ist auch wie wenig touris hier sind, diese ganze stadt bagan ist auch tourismus ausgelegt, nicht auf hoechstem niveau aber hier gibt es total viele hostels und nette restaurants und alles ist leer
das ist echt bitter die ganzen leute, die schon zufrieden waeren wenn sie ein paket postkarten oder einen armreifen am tag verkaufen wuerden, weil sie dann schon ihre familie ueber wasser halten koennten aber selbst das funktioniert nicht, weil hier nicht genug leute sind die das alles kaufen koennen.das macht ein schlechtes gefuehl
aber sonst ist es natuerlich toll. auch wenn das keiner verstehen kann ich gucke mir auch den 300sten tempel und die 5000ste pagode noch gerne an. und ich lasse mich gerne von leuten anlaecheln und ich schwitze natuelich auch sehr sehr gerne.
gestern sind wir hier abends angekommen nachdem wir den ganzen tag auf dem boot von maderlay nach bagan verbracht haben, hemuetlich liegen zwischen anderen touris und sehr viele einheimischen, die zu hieren kleinen flussdoerfern wollten. viel gelesen zwischendurch landschaft geguckt und leute wenn wir angelegt haben um melonen auf und leute abzuladen, 20 kullis und sticker an kinder verschenkt, kuze myanmar mssage ein sehr entspannter tag, abgesehen von der beinahe ammoniakvergiftung auf dem bord klo.
so dann schicke ich jetzt nochmal liebe gruesse und kuesse ins leere

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Mandalay

ueber-nacht-bus von Rangun kam heute morgen um 6 uhr an. wir haben dann erstmal burmesisch mit nudelsalat und reissuppe gefruehstuekt.
gero hat sich dann erstmal wieder hingelegt waehrend ich den reisefuehrer durchgeackert hab um rauszufinden was wirklich angeguckt werden muss.
den ertsten punkt der liste haben wir dann heute schon abgehakt indem wir mit nem pickup nach sagai gefahren sind, und uns dort von einem berg aus gefuehlte 1000 pagoden die da in der gegend stehen angeschaut haben. unglaublich wie alles hier
mein highlight war aber die rueckfahrt, die wir oben auf dem dach eines vollen pickups zugebrqcht haben. das war toll
entschuldigt wegen des nicht vorhandenen schreibstils, ich hab keine lust das internet nerv mich zu tode ich gehe jetzt auf dem rooftop bier trinken
kuesse ins laaangweilige deutschland

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Rangun

nach 2 stunden schlaf heute morgen hier gelandet, von laecheln und extremer hilfbereitschaft begruesst. dann sind wir den ganzen tag durch diese unbeschreibliche Stadt gelaufen, die mich von begeisterung fuer das strassenleben zu kompletter fassungslosigkeit ueber aeh alles einfach aber vorallem die verfallenen hauser gebracht hat…
und unglaublich die shwedagon pagode uuuuunnnnglaublich!

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Heimweh

ich sitzte im bus und starre aus dem Fenster, vor meinen Augen zieht, nein fliegt die Landschaft vorbei… kühe, ziegen, Schafe, Lamas, berge, Täler, bäume, Felder - was auch immer - vor meine augen verschwimmt das alles zu etwas Fremden und meine Gedanken ziehen noch schneller, als diese Landschaft da, von einem meiner Freunde zu hause zum anderen, bleiben bei einem hängen, graben sich tief hinein in die Vergangenheit. ich versuche sie loszureißen, betrachte eins dieser leeren toten Dörfer an der Strasse etwas genauer, sehe nichts als einsamkeit in einer frau, die alleine zwischen den Feldern auf ein unbekanntes ziel zugeht..
und trotzdem muss ich meine tränen runterschlucken, die zu irgendeinem song den ich schon 100 000 mal einfach so gehört habe und der plötzlich, wie es mir jetzt scheint, meine Gefühle und meine Situation genau beschreibt wieder meinen hals hochkriechen, meine nase zum laufen bringen und mir dieses tolle Gefühl tiefer Unverstandenheit, unlösbaren tiefen tragischen Zwiespalts im Grunde meiner Seele, der mich zu dem bemitleidenswertesten Geschöpf der welt macht, dem nichts und niemand je wieder aus dem Glaskasten in dem es sitzt, eingeschlossen, verdammt dazu bis ans ende seines lebens den anderen dabei zuzusehen, wie sie glücklich sind, befreien kann. -abartige Überbewertungen meiner selbst-
Tage im Bus, an denen man in seinen melancholischen Gedanken badet, sich weidet an so tollen Wörtern wie Seelenzustand, Einsamkeit, Tragik, Selbstaufgabe, Zerrissenheit sind es aber nicht, die das Heimweh bringen, die genießt man, fühlt sich so wichtig, so anders als alle, so besonders…
Es sind die augenblicke in denen man mit 30 kilo gepäck zum bus hetzt, nachts ewig ein paar schuhe sucht nur um mal schnell aufs klo zu gehen, zum 20.mal reis mit schwarzen bohnen isst, sich vor dem pinkeln auf einem rastplatz erstmal die hose bis zu den knien hochkrempelt, nachts mit seinem fließ ins bett geht oder 7 stunden lang in einem minibus mit angezogenen beinen und kopfschmerzen wegen fehlender kopfstütze sitzt und mein aussteigen an der nichtmehr möglichen bewegung der knie merkt, dass man ja doch schon 20 ist… das sind die momente, diese banalen kleinen unbequemlichkeiten, in denen man sich danach sehnt morgens mit seinem schlafanzug und barfuss runter zu gehen uns sich einen kaffee zu machen um dann ein bisschen vor dem ferseher weiter zudösen und dann ganz gemütlich eine heiße dusche zu nehmen und danach die wahl zu haben ob man noch ein bisschen in Unterwäsche im zimmer rumtanzt oder frühstücken und dabei eine zeitschrift durchblättern will…
und wenn man morgens alleine am Tisch sitzt, zu Hause,barfuss, im Schlafanzug und sich zum 20. mal die eine langweilige oberflächliche Zeitschrift anguckt mit der Aussicht auf einen Tag, der zwar sicherlich nicht stessig wird, an dem man sich nicht auf einer fremden Sprache mit jemandem wegen einer 2 stündigen Verspätung des Busses streiten muss, der einen aber sicher auch nicht über eine der schönsten Straßen der Welt oder durch einen der traurigsten, kleinen Orte führt, der dich sicher nicht dazu anregen wird dich zu fragen ob das was man alltäglich zu hause für selbstverständlich hält so selbstverständlich ist, der einfach ein Tag sein wird wie jeder andere… dann weißt du, warum du das alles, diese ganzen Bequemlichkeiten gar nicht mehr so wichtig findest wenn du sie dann hast

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Leben

so mal ein bisschen über mein studium und so, damit ich das selber nicht vergessen, wie das so war am anfang…
am anfang von was, läuft das jetzt tatsächlich darauf hinaus, dass ich ärztin werde? ich trau mich das ja fast nicht so zu sagen, das hört sich irgendwie so weit hergeholt an und irgendwie etwas hochgegriffen.
aber darauf läuft es doch hinaus, oder? ich meine wenn ich meinem plan folge… und meinem plan kann ich ja folgen, das ist ja jetzt klar. und das ist ja auch schön einfach. seeehr einfach, wenn man einfach das tut, was man tun soll, das ist wie mit der menge mitlaufen. bloß keine gegenbewegungen, kostet kraft und das schmeißt einen aus der bahn, und wie kommt man dann wieder zurück? was macht man denn dann? einen neuen plan?
schnickschnack… hört sich das jetzt an wie Selbstkritik? ja schon, aber die brauche ich jetzt grade gar nicht, ich bin ja davon überzeugt was ich mache… ich werd Ärztin! ah hilfe ach quatsch ich werd sogar Frau Doktor ahhhhhhhh……. anmaßend hört sich das an. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein vielleicht?
ist schwer zu bekommen, wenn man so wie ich ein treuer Anhänger des Tiefstapelns ist. Aber recht haben die Physiker schon, besonders viel muss man für ein Medizinstudium nicht mitbringen…
man braucht eigentlich nur ein gutes Abi, naja ein mittelgutes, 1,6 reicht auch noch. Man braucht noch eine ziemlich große Portion Ehrgeiz, Willensstärke, ein bisschen Zielstrebigkeit und natürlich die Überzeugung dafür, was man macht. Naja reinprinzipiell reicht das für’s Studium ja schon, man muss ja bloß ein wenig Auswendiglernen, das sollte man ja hinbekommen, das bisschen Bio, Chemie, Physik, Biochemie, Physiologie, Anatomie, Histologie aus der Vorklinik lässt sich ja bewältigen und dann naja, als irgendwie wissenschaftlich kann man das, was in der Klinik kommt ja nicht bezeichnen… also was soll eigentlich der ganze Stress, warum dauert der ganze mist 5 Jahre? kann man das nicht locker in 3 packen? naja und die sozialen Kompetenzen, die man nachher zur Ausübung des Berufes braucht…ach die werden eh überbewertet… man muss ja eh nur hektisch rumrennen und mist erzählen….
wollt ihr mich eigentlich verarschen freunde, ihr habt sie doch nicht mehr alle und ich bin auch noch drauf und dran euch das abzunehmen. ja ich hätte wirklich gerne chemie und physik etwas ausführlicher, aber dann könne ich das ja auch studieren, oder ich könnte mich in die wüste stellen und mich den rest meines lebens mit sandkörnern beschäftigen, oder mit felsen oder kieseln, das wäre genauso trocken und dann hätte ich wenigstens meine ruhe vor dieser ganzen scheiße hier…wie heißt das noch gleich? menschen und ähh leben und warte mal… wen interessieren eigentlich die kirschblüten? es ist doch genauso schön wie die sonne sich in den Sandkörnern bricht… moment mal - sonne? mann die blendet doch und außerdem könnte die meine forschungsbedingungen hier behindern… blödsinnige sonne, wer braucht die schon…
neeein…ich bin nicht in innere Konflikte verstrickt gewesen, nein quatsch, ich habe nicht daran gezweifelt ob mir mein studium genau soviel spass machen würde wie der spätere Beruf… das scheint nur so…
naja vielleicht ein wenig, ich war vielleicht wirklich ein bisschen hin- und her- gerissen und etwas verunsichert, ob das was ich machen möchte wirklich das Richtige für mich ist. Und ob ich nicht doch in anderen Bereichen ein wenig tiefer blicken möchte…
aber das hat sich jetzt dann doch erledigt. ich übe das mit dem “ich werde Ärztin” sagen noch ein bisschen und dann naja dann beschäftige ich mich weiter auf meine Weise mit dem Leben…
denn das ist es ja worum es geht, das Leben, ob man es nun von außen betrachtet oder von innen, ob man aktiv damit arbeitet, oder ob man es nur versucht zu verstehen. im Endeffekt zählt doch nur das Leben…unser wunderschönes, unbezahlbares Leben auf unserer unbeschreiblich schönen Erde. so ist es doch, auch wenn es sich kitschig anhört und alles gar nicht so wunderschön ist, aber es ist doch schließlich das einzige was wir haben.
und ob man dann Physik oder Medizin studiert….das hängt dann davon ab, wofür man seinen eigenen kleinen Teil Leben verwenden möchte.

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