21./22.8. Lest selbst Varanasi
heiliger Ganga…
der absolute Wahnsinn
ich kann nix schreiben, ich hab keine Lust, ich will nicht mehr.
jetzt nicht, heute ist kein guter Tag ich wuerde Varanasi Unrecht tun.
06.09.10
Was bekomme ich noch zusammen? Na Varanasi war ja recht eindrücklich, angefangen mit dem Weg zum Hotel. Wie gewöhnlich nahemn wir vom Bahnhof auf eine Rikscha, der Fahrer warnte uns schon, dass die Gassen in der Altstadt so eng wären, dass wir noch ein Stück lafen müssen, aber er würde uns dahin führen. “ein Stück laufen” entpuppte sich als ausgewachsener Treck durch ein Gewirr von Gassen, ein Labyrinth aus Kuhfladen und Müllhaufen so etwa 5 Minuten und dann nochmal 5 und ja wir sind in 2 Minuten da nochmal 5 und nach jetzt hier hinter der nächsten Ecke nochmal 5 Minuten mit 15 Kilo auf dem Rücken. Um vorzugreifen, mysteriöser Weise war der Weg vom Hotel zur befahrbaren Straße am nächsten Tag viel kürzer. Nur etwa ” wie lange müssen wir denn jetzt… oh guck mal wir sind schon da”. Tja vielleicht lag es daran, dass Sonntag war oder der Taxifahrer ein Idiot, das werden wir wohl nie erfahren.
Gero war zeimlich platt und wir beide komplett durchgeschwitzt und hungig. Das haben wir dann mit diversen Mitteln alles behoben und sind dann losmaschiert um und die berühmten Ghats anzugucken. Pilgerort für *Zahl* Hindus. Ort für alles, was man so mit Wasser anstellen kann. Baden, trinken, Wäschewaschen, anbeten, abfüllen, Wundenreinigen, Leichen reinwerfen, Wasserbüffel sich abkühlen lassen, springe, planschen, Zähneputzen. Die heilige Mutter Ganga. Wenn man den Leuten zuschaut beim baden passiert etwas mystisches: Sobald sie auch nur 2 Zentimeter undter die Wasseroberfläche tauchen sind sie verschwunden, die heilige Mutter Ganga schließt sich über ihnen, umarmt sie vollständig. Mystisch?
Es ist spannend, aus Indiens verquere Art schön auf den Treppenstufen zu sitzen und dem Treiben am, im, mit dem Fluss zu beobachten. Es ist faszinierend…
Man kann alle Ghats am Wasser ablaufen und irgendwann kamen wir zu einem an dem Leichen Verbrennungen stattfanden. Was soll ich sagen? Frauen nehmen an dieser Zeremonie nicht teil, aber es ist kein Problem sich als Touristin hinzusetzen und den Menschen beim Holzstapeln,beim trauern , beim brennen, und den Hunden beim Nagen zuzuschauen. Es ist verboten zu weinen, das hällt die Seelen davon ab aufzusteigen, also aus dem Kreislauf der Wiedergeburt auszusteigen. Das habe ich aber erst am nächsten Tag erfahren. Ach je… es ist obszön, dass das eine Touristenattraktion ist
Dann sind wir in ein Boot gestigen, kurz vor Sonneuntergang und ein bisschen auf dem Ganges herumgetrieben, haben eine kleine Schwimmkerze zu wasser gelassen und und als es dunkel war eine merkwürdige Zeremonie mit riesig viel Publikum, Rauch und Räucherstäbchen, Kerzen und Blumen und Pristern und Glocken angeschaut.
Am nächsten Tag haben wir noch ein paar Ghats angeschaut, habe mich geweigert mir noch mehr Verbrennungen anzusehen, stattdessen Chai aus einmal Tonbecherchen (ach die Indische effizienz..) getrunken und Paschminaschals begutachtet. Hier und dorthin gelaufen, dies und jenes gemacht, nett gegessen und dann zum Zug aufgebrochen.
















Aha, Benares!
Na, Ihr kommt ja rum. Fleißig, trotz allem.
Nix für einen Keinkirchgänger.
Man weiß nicht, was einem fehlt, wenn man es nicht sucht. Haltet durch, lasst es nicht aus. So schnell will man dann auch nicht mehr hin.
Da seit Ihr ja im Allrheiligsten! Nur noch 4 Tage Indien. Schliesse mich Kommentar oben an.