Cuba – 12.- 27.12.07

wir verlassen panama mit dem gefuehl, dass das einzige das wir hier vermissen werden die beagles zum fruehstueck und mittagessen sind…
…und wir kommen in Cuba an mit der erwartung die naechsten 2 wochen in einer anderen welt zu verbringen, als wir sie kennen…
und das scheint sich auch direkt am flughafen zu bestaetigen, wenn auch nicht ganz in der weise wie erhofft:
niemals wurden wir bei der einreise in irgendein land 3 stunden lang festgehalten um itay, weil israeli, komplett durchzuchecken, nie haben wir 30 $ fuer eine taxifahrt in die stadt bezahen muessen und nie haben wir geld direkt am flughafen getauscht, weil es sowieso keine casas de cambio gibt, die den staatlichen institutionen konkurrenz machen, und wann waren wir schonmal in einem land in dem es 2 waehrungen gab, eine extrem schwach und eine um 1/5 staerker als der dollar…
aber wir waren ja darauf vorbereitet in ein “kommunistisches Drecksloch ohne Menschenrechte, das von einem schrecklichen Diktator regiert, oder eher beherrscht wird, der sich einen feuchten kericht um seine leute schert und mit Terroristen wie Osama ben Laden in einem Atemzug genannt werden kann und darf” zu kommen…das ist es doch mehr oder weniger als was die Amerikanische Propaganda Cuba einstuft.
Aber… Aber was?
Wie kann denn ein Land, das unter einem so schrecklichen Tyrannen leidet diesen Tyrannen gleichzeitig so verehren, wie koennen denn die Menschen in einem so ungerechten Staat in dem ihre Rechte jeden Tag mit Fuessen getreten werden doch so freundlich sein zu den Touristen, die doch fuer sie ein so viel besseres Leben darstellen, wie koennen die einwohner so froehlich sein, wie koennen sie tanzen und lachen und trinken und feiern, wo sie sich doch immer fuerchten muessen durch die willkuer des Staates ein neues leid zu erfahren?
sie leiden nicht, sie haben keine angst bei einem unbedachten wort ins gefaengnis zu wandern und sie hassen Fidel Castro nicht…

Cuba ist nicht so wie viele es sich vorstellen moegen, es ist nicht russland und es ist nicht die ddr…
die menschen wissen, dass der Kommunismus, der in Cuba herrscht nicht das perfekt system ist aber sie befuerwarten es. sie kennen alle vor- und nachteile, sie wissen, dass keine pressefreiheit herrscht, dass journalisten fuer oportunistische opositionelle artikel bestraft werden, sie wissen, dass ihre gehaelter zu niedrig sind, dass sie eine verschwindend geringe chanche haben zu einer art reichtum zu gelangen, sie wissen, das preise ueberteuert und waren von minderer qualitaet sind und sie wissen auch, dass in einer demokratie, im kapitalismus sie alldiese nachteile, die ihr leben sicher nicht leiter machen nicht haetten.
aber auf der anderen seite schaetzen sie die vorteile, wie freihe gesundheitsversorgung, freie bildung fuer jeden und die sicherheit einer wohnung, die ihnen das system bring so sehr, dass sie wenn man sie dannach fragt, ob sie sich einen systemwechsel wuenschen “nein” sagen.
ich behaupte nicht, dass das auf alle Cubaner zutrifft, es gibt viele, die Fidel verehren, die “viva Fidel” und “viva Raul” an ihre haeuser schreiben, die che poster, zitate von camilio cienfuegos an den waenden haben und es gibt auch cubaner, die auf fidel unter dem namen “the man” o.a. schimpfen. aber die breite merheit hat anscheinend einfach beschlossen mit den nachteilen zu leben und so gluecklich wie moeglich zu sein. zu tanzen, zu singen, ihren rum aus trinkpaeckchen zu trinken, auf der strasse pizzetas fuer 30 cent zu essen und dabei mit freunden oder nachbarn zu schwaden.
wir haben mit einigen leuten ueber ihre ansichten gesprochen und das war der durchschnitt, die menschen, die sich irgendwie auf illegalem wege einige convertibeles dazuverdienten um sich davon vllt mal einen dvd-player oder aehnliches kaufen zu koennen, aber mit dem system und ihrem leben zufrieden sind.

cuba ist ein land der gegensaetze, wunderschoene carrateras, tabakfelder, waelder von zuckerrohr, rote erde, die von ochsen mit einem pflug umgeraben wird, baeckereien, die einem nicht mehr als ein trockenes broetchen verkaufen koennen, autos aus den 50ern, die mit hilfe von was auch immer an strassenraendern rapariert werden muessen und alten oder kranken menschen, die in einer schlange stehen um sich mit ihrem lebensmittelheftchen ihre monatliche ration von staatlichsubventionierter wurst und fleisch abzuholen.
auf der anderen seite luxurioese hotels, geschaefte mit allen moegichen erdenklichen arten von rum, zigarren und merchandise artikeln, neuen autos, die 100% von touris gefahren werden, catamaranen, die horden von touristen zu mehr oder weniger interessanten touren zu delfinarien oder aehnliuchem transportieren….
es treffen 2 welten aufeinander, kapitalismus in form des tourismus und kommunismus in form des cubanischen lebens. chevies gleichen baujahrs, einer durchgerostet, vollbesetzt mit 2 cubanischen familien, der andere, hochglanzpoliert, gefahren von einem cubaner in anzug, der ein finnisches ehepaar gerade von ihrem 5 sterne hotel zu ihrem sundowner in ein anderes 5 sterne hotel kutschiert.
pizzetas auf der strasse gekauft, bezahlt mit cubanos und bestehend aus einer menge teig und einem bisschen tomatenfarbigen zeug treffen haute cuisine in einem der state-run restaurant an der besten stelle der ganzen stadt.
man kann in ein und dem selben park eis essen entweder mit convertibeles fuer teuer ohne schlange oder mit cubanos fuer billig mit schlange.
die cubaner stehen auf der seite ohne geld und scheinen trotzdem so viel zufriedener zu sein.

2 wochen in diesem fantastischen land lagen also vor uns. und nach drei tagen in la habana, wo wir in der casa particular von kary und umberto wohnten fuehlten wir uns hier schon wie zuhause und verliessen habana mit der sicherheit am ende der rundreise noch einige tage hier zu verbringen. wir stiegen also in unseren kleinen roten atos, der und eine menge geld kostete, aber uns auch ermoeglichte eine menge cuba zu sehen.
also ab nach vinales, einem ort im westen, der fuer seine wunderschoene landschaft bekannt und beliebt ist. sehr schoen, sehr nett, alles erkundet, gut gegessen bei silvia unserer hausmutter wie man sagen kann und dann durch habana durch, einmal kurz sagen wie schoen es hier doch ist, und mit der erwartung nach nordosten, dass wir dort auch etwas von der atmosphaere von habana finden wuerde, die fuer uns irgendwie schon cuba geworden war.
der naechste stop, cienfuegos, nach einer langen fahrt, kamen wir in der casa an die kary uns empfohle hatte, aber wie schon in viniales wurden wir zu freunden verfrachtet, weil das zimmer voll war. auch gut. eine runde durch die stadt, sonnenuntergangsmojito – natuerlich – leckere shrimps in der casa und der beschluss, das hier ein tag genug ist und wir so einen tag fuer habana sparen. cienfuegos war sehr nett, nur nicht so viel zu sehen.
und vor uns lag ja auch noch trinidad, das als ein wunderschoenes kolonialstaedchen angeprisen wurde. das war es dann auch, gepflasterte strassen, niedriege bunte haeuser und eine menge touristen. auch hier wurden wir dann in eine sehr nette casa verfrachtet, zu daisy. 2 tage in trinidad, ein bisschen strand, viel durch die strassenschlaendern, chanchanchara, ein anderer sehr sehr guter cocktail und natuerklich mojito und kaffee…
nach trinidad ging es nach moron, der weg wunderschoene wie immer
moron…die groesste attraktion hier anscheinend rikschas, die mit ueberlauter musik durch die strassen fahren. unser besuch hier auch nur um cayo coco und cayo guillermo zu besuchen, die wahrschinlich top one luxus resorts cubas. regen, wind und keine moeglichkeit mit dem geist von ernest hemmingway hochseefischen zu gehen.
also auf richtung santa clara, che guevaras adoptiv stadt und zu hause des wohl groessten monumentes, inklusive mausoleum und museum fuer ihn.
in bruehtender hitze und ausgestattet mit kameras, sombreros und che-shirts, wie sich das fuer ordentliche touris gehoert haben wir uns also an die bezwingung dieses nur aus 70 metern entfernung zu fotografierenden bauwerks gemacht.
dann gings gestaerkt durch eine pizzeta auf nach matanzas um noch einen tag fuer habana aufzusparen. schon reichlich am ende, kamen wir dann da gegen sechs an, wurden wieder weitervermittelt und sind dann noch in den 15 km entfernten touristenstrandort varadero gefahren. einen sonnenuntergangsmojito und dann was essen, eine stadt nur aus hotels, und allem was das touri herz sonst noch so begehrt – sehr uninteressant,.
am naechsten morgen haben wir unser zeugzusammen gerafft, sind nach varadero gefahren haben geschaut, ob sich hier was mit fischem machen laesst, aber ernests geist war uns ncih so wohl gesonnen oder neptuns oder fidels oder wessen geist auch immer…. jedenfalls gefiehl und das da nich…
als ersatz eine runde tretboot in einem park, eine pina colada, die wir, gewoehnt an erfrischende mojitos nichtmals zu einem drittel getrunken haben, einen kaffee und eine stadtrundfahrt durch matanzas und dann ab nach habana…
yeah… in diesen 1.5 wochen war in zusammen hang mit habana oeffters der satz gefallen ” i don’t know, but habana has something…magical…” das war eigentlich mehr ein scherz, aber es zog und doch zurueck…
es ist einfach eine faszinierende stadt, die haeuser, die cubaner, das leben, die pizzetas, die museen, kary und umberto…
kaffe oder mojito in bar monserrate, ueber den prado schlaendern, halb illegale kunstaustellungen anschauen, was kaufen, eine runde ueber den malcon, die strasse am meer drehen, zur plaza de la rvolution fahren um dort, einen parkplatz suchend mitten auf einer riesen betonflaeche das auto abstellen wollend von der polizei aufgegriffen werden und dann aufs revier eskortiert werden, weil wir ohne ein fitzelchen von dokumenten unterwegs waren. gut letzteres war nicht ganz so faszinierend und auch nciht so typisch fuer habana, aber im endeffekt ganz lustig, als wir erfahren haben, dass man munkelt, dass unter dieser plaza ein geheimes krnakenhaus liegt, indem fidel sich im moment befinden soll….
andere highlights die villa hemingways, mit einer gruppe spanischer soladen aus dem 18. jhd. durch die strassen laufen, in einem mercado de artesanias enden, da nichts kaufen, weil man kein geld mehr hat, auf der strasse vor dem capitolio eine art fressmarkt entdecken, wieder ncihts kaufen, weil das enfach nicht so dolle aussieht, an weihnachten in einerm der besten restaurants essen und stunden au sein essen warten, eine als eine der besten der welt angesehenen kabaret shows besuchen, eine menge spass mit einer menge farben, einer menge haut, tanz und gesang und mit einer menge rum haben, den lezten abend in einem exelenten restaurant geniessen, aber am ende beschliessen, dass im allgemeinen das essen, das man in den casas in bergen aufgetischt bekommt doch am originellsten und besten ist.
und mit diesem geschmack und dem sicheren wissen, dass man wieder kommen wird (wie es dann auch immer aussehen mag)cuba verlassen und habana zur liste der besten staedte der welt hinzufuegen…

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4 Antworten auf Cuba – 12.- 27.12.07

  1. Mela sagt:

    hallo süße
    ich hab grad deinen cuba bericht gelesen.
    ich finds unglaublich spannend was du erzählst und erlebst.
    ich wünsche dir ein tolles silvester und wünsche dir einen guten rutsch (itay unbekannterweise natürlich auch) und hoffe dass du ein tolles nächstes jahr hast
    1000 küsse
    mela

  2. Erik sagt:

    Ui, jetzt werden also nicht nur die oppositionellen, sondern auch schon die opportunistischen Journalisten verfolgt, diesem Schreckensregime kann man’s einfach nicht recht machen… :P

  3. anabel sagt:

    mierda… jaja ich aender das

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